Anlage

Wie auf den Fotos zu sehen, habe ich auf der Rückseite des Gartens einen hohen Zaun errichtet. Dafür wurden Betonpfosten von fast 3 m Länge gut 1 m tief in den Boden versenkt, d.h. über die gesamte Breite des Gartens (13 m) musste zuvor ein entsprechend tiefer Graben ausgehoben werden. Die Pfosten haben beidseitig Nuten zur Verankerung der Latten aus Holz und Beton (unten). Am oberen Zaunrand habe ich statt Holz Glas eingezogen, das die Tiere am Hinüberklettern hindert. Ein Abdeckbalken über die gesamte Breite stabilisiert den Zaun.

Auf der Innenseite der unteren Betonteile habe ich eine ca. 1 m hohe Isolierung aus 4 cm dicken Styroporplatten angebracht. Sie dienen als Frostschutz für die bis zu 1 m hohen Beete am Zaun (Nordost), die auch zur Überwinterung genutzt werden (siehe: “Überwinterung”).

Der Zaun schließt rechts an die Außenwand des Hauses an und links an eine Steinmauer. Auf beiden habe ich gleichfalls am oberen Rand Glasplatten angebracht. Diese Vorrichtung hat sich bisher bestens bewährt. Ich habe Drahtglas verwendet, damit nicht gleich die gesamte Platte in Stücke fällt, wenn einmal etwas bricht. Man kann natürlich auch anderes glattes Material verwenden, wie z.B. Teichfolie, PVC oder auch Wellplatten aus Kunststoff. Der Zaun muss nicht wie hier zwei Meter hoch sein, halb so hoch reicht auch. Sogar eine niedrige Mauer ginge schon (siehe: “Kein Entwischen”). Zur Abschreckung der Nachbarskatzen habe ich auf Zaun und Steinmauer einen Elektrozaun gezogen, das wirkt (siehe: “Feinde”).

Der Garten kann wie gewohnt bearbeitet werden. Nur beim Rasenmähen und Versprühen von Gift sollte man besonders vorsichtig sein. Wichtig ist es, die Plätze offen zu halten, an denen sich die Tiere regelmäßig sonnen. Und denken Sie daran, hin und wieder zu kontrollieren, ob nicht irgendwo Schlupflöcher entstanden sind. Legen Sie dafür Pfade entlang von Zäunen und Mauern an. Natürlich müssen Bäume und Sträucher regelmäßig gestutzt werden, damit keine Fluchtbrücken entstehen. Ich habe übrigens viele heimische Pflanzen und einen Komposthaufen im Garten und sorge so für ein umfangreiches Nahrungsangebot für die Gartenbewohner (siehe: “Nahrung”).

Sollten Sie wie ich einen Schuppen im Garten haben, der für die Tiere frei zugänglich ist, präparieren Sie auch diesen gut mit glatten Materialien, damit sich keine Fluchtmöglichkeiten bieten.

Wichtige Tipps: Stellen sie Eimer und Töpfe in Schuppen und Garten auf den Kopf, damit die Tiere nicht womöglich hineinspringen und darin austrocknen (so habe ich eine Perleidechse verloren!). Sorgen Sie für genügend Plätze, an denen sich die Tiere zu allen Tageszeiten sonnen (siehe: "Sonnenlage") bzw. verstecken können. Die meisten Eidechsen (und Schildkröten) legen ihre Eier an Stellen mit guter Sonnenlage ab, wo sie leicht graben können (siehe: "Fortpflanzung”).